Nutzungsfehler
Die Schadensursachen und Gefahren bei Feuchtigkeit und Nässe in Gebäuden können vielfältig sein.
Nicht jeder Wasserschaden ist auch ein Leitungswasserschaden. Nutzungsfehler wie mangelnde Belüftung oder die falsche Anordnung von Mobiliar, die keine Luftzirkulation zulassen, können eine Ursache sein, ein vergessener laufender Wasserhahn eine andere.
Leitungswasserschäden
Die häufigsten Ursachen hierfür sind geplatzte Schläuche, sowie Rohrbrüche aufgrund von Korrosion, Frost oder Materialfehlern. Allerdings können auch Planungsfehler oder Ausführungsmängel am Bau für Wasserschäden an Rohrleitungsnetzen verantwortlich sein.
Konstruktionsfehler
Wärmebrücken in den Außenwänden ziehen häufig Kondensationserscheinungen nach sich. Undichtigkeiten in der Bauwerkshülle, in der Dachhaut oder unzureichend abgedichtete Sanitärräume sind eine andere häufige Fehlerquelle. Problematisch wird es, wenn die Ursache des Schadens im Bereich der Vertikalsperre oder der Drainage zu suchen ist.
Katastrophenfälle
Sturm, Hochwasser und sintflutartige Regenfälle können dafür verantwortlich sein, wenn Keller überschwemmt und große Schäden angerichtet werden.
Ebenso kann Löschwasser nach Bränden, besonders in mehrstöckigen Häusern zu erheblichen Schäden führen.
Physikalische Schadenprozesse
Diese Art der Schadensfälle haben mit dem Quellverhalten vieler Materialien wie Holz, Papier etc. zu tun. Möbel, Parkett, Türen, Paneele weisen deshalb schon kurz nach dem Schadensfall deutliche, oft nicht mehr reparierbare Schäden auf. In der Verbindung mit Frost, kann man von einer Materialzerstörung ausgehen.
Chemische Schadenprozesse
Die Stahlkorrosion ist hier nur ein Thema. Verschiedene Kleber, die bei Teppichen und Tapeten eingesetzt werden, halten die Nässe ebenfalls nicht stand. Baustoffe, wie z.B. Gips verlieren ihre Festigkeit. Ausblühungen am Mauerwerk, die sehr verspätet auftreten können, sind hier nur ein Symptom.
Biologische Schadenprozesse
Ein, in seinen negativen Auswirkungen oft unterschätztes, ungesundes Raumklima, Pilzbildung und Geruchsbelästigung sind unangenehme Folgeerscheinungen. Im Extremfall kann es hier zu
einer völligen
Materialzerstörung (z.B. Hausschwamm) kommen.
Schimmelbildung breitet sich in rasender Geschwindigkeit aus und kann organische wie
anorganische Materialien befallen.